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Peter Jackson, Romero, Wolfenstein: Diese Kultfilme und Games sind 2026 frisch aus dem Index genommen worden.

Peter Jacksons Splatter-Frühwerk Bad Taste mehrere Fassungen von George A. "Romeros Zombie"-Klassiker "Day of the Dead" und der Shooter-Kulttitel "Return to Castle Wolfenstein" sind 2026 offiziell aus dem Index gestrichen worden. Für Horror-Fans, Sammler und Retro-Gamer ist das eine Meldung mit echtem Kultfaktor.

Peter Jackson, Romero, Wolfenstein: Diese Kultfilme und Games sind 2026 frisch aus dem Index genommen worden.

Ausgerechnet ein früher Splatter-Wahnsinn von „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson, mehrere Fassungen von George A. Romeros „Day of the Dead“ und das Shooter-Kultspiel „Return to Castle Wolfenstein“ sind 2026 offiziell aus dem Index gestrichen worden. In der Bekanntmachung Nr. 2/2026 der BzKJ, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 30. März 2026, tauchen gleich 20 Filmeinträge und 4 Spieleinträge auf, die nicht länger auf der Liste jugendgefährdender Medien stehen.

Der prominenteste Name darunter dürfte Peter Jackson sein. Bad Taste war 1987 sein Langfilmdebüt – wild, roh, komplett größenwahnsinnig und genau deshalb längst Kult. Jahre bevor Jackson mit Heavenly Creatures, King Kong und vor allem der Der Herr der Ringe-Trilogie zum Oscar-Regisseur wurde, drehte er in Neuseeland mit improvisierten Mitteln einen Alien-Splatterfilm, der bis heute wie ein anarchischer Gegenentwurf zum Hochglanzkino wirkt.

Mindestens genauso ikonisch ist der Romero-Block. Gleich mehrere Fassungen von Day of the Dead sind aus dem Index gestrichen worden. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Romero das moderne Zombiekino nicht einfach mitgeprägt, sondern praktisch mitdefiniert hat. Wer bei Untoten sofort an Endzeit, Gesellschaftskritik und klaustrophobische Eskalation denkt, landet fast automatisch bei seinem Namen. Während Night of the Living Dead und Dawn of the Dead längst Filmgeschichte sind, galt Day of the Dead immer als der bitterere, härtere und düsterere Bruder.

Auch bei den Spielen steckt ein echter Traditionsname in der Liste. Return to Castle Wolfenstein samt deutscher PC-Fassung sowie den Konsolenvarianten für PlayStation 2 und Xbox ist ebenfalls gestrichen worden. Das ist mehr als eine Randnotiz für Retro-Fans, denn die Wolfenstein-Reihe gehört zu den Marken, ohne die die Shooter-Geschichte anders verlaufen wäre. Zwischen Kriegsfilm, Horrortrip und pulpigem Nazi-Okkultismus wirkte der Titel schon damals wie eine überdrehte Genre-Mischung – und genau das macht ihn bis heute so erinnerungswürdig.

Warum die Index-Streichung 2026 für Film- und Game-Fans spannend ist

Auf dem Papier klingt der Vorgang zunächst bürokratisch. In der Praxis ist er für Sammler, Horrorfreunde und Retro-Gamer aber hochinteressant. Denn wenn solche Titel offiziell aus dem Index verschwinden, rücken Werke zurück ins öffentliche Blickfeld, die über Jahre fast nur als Gerücht, Videotheken-Legende oder Sammlerobjekt kursierten. Gerade bei Filmen wie Bad Taste oder Day of the Dead zeigt sich, wie sehr sich Wahrnehmung und kulturelle Einordnung über Jahrzehnte verändern können.

Hinzu kommt der popkulturelle Reiz: Hier geht es nicht um vergessene Nebensächlichkeiten, sondern um Werke mit Namen, die bis heute Strahlkraft haben. Peter Jackson ist längst Mainstream-Gigant, Romero eine Horror-Instanz, und Wolfenstein ein Franchise mit historischem Gewicht. Umso spannender ist, wenn genau diese Titel wieder neu diskutiert werden – nicht als Skandalstoff, sondern als Kulturgut, Zeitdokument oder schlicht als besonders wilde Genre-Unterhaltung.

Darum geht’s in Bad Taste

Schon die Ausgangslage klingt nach reinem Mitternachtskino: In einem kleinen neuseeländischen Küstenort landen Außerirdische, die Menschen nicht etwa erobern, sondern als Rohstoff für eine intergalaktische Fast-Food-Kette verwerten wollen. Dagegen stellt sich ein improvisiert wirkendes Einsatzteam, das ungefähr so professionell agiert, wie der Film selbst geschniegelt auftreten möchte – nämlich gar nicht.

Gerade daraus zieht Bad Taste bis heute seinen Reiz. Der Film ist laut, blutig, absurd und voller handgemachter Effekte, die seinen Do-it-yourself-Charme eher noch verstärken. Wer Jackson später vor allem mit Mittelerde verbindet, bekommt hier die komplett enthemmte Frühform eines Filmemachers zu sehen, der schon damals ein Gespür für groteske Bilder, Tempo und eskalierende Set-Pieces hatte. Die offene Frage ist dabei weniger, ob das alles geschmacklos ist – sondern wie viel kreative Energie in so einem herrlich kaputten Debüt stecken kann.

Darum geht’s in Day of the Dead

Bei Romero verlagert sich der Horror in einen Bunker. Über der Erde haben die Untoten die Welt längst gekippt, darunter streiten Wissenschaftler, Soldaten und Überlebende darüber, wie lange Ordnung überhaupt noch möglich ist. Was als Schutzraum gedacht war, wird zum Pulverfass – nicht nur wegen der Zombies draußen, sondern vor allem wegen der Spannungen drinnen.

Day of the Dead lebt weniger von spektakulärer Größe als von einer Atmosphäre permanenter Erosion. Vertrauen zerfällt, Autorität kippt in Aggression, und jeder Versuch, die Lage zu kontrollieren, wirkt von Minute zu Minute aussichtsloser. Genau dieser tonale Druck macht den Film so stark: Romero inszeniert keinen bloßen Splattertrip, sondern eine Endzeitstudie, in der die Menschen fast beängstigender wirken als die Monster. Und wenn beides schließlich kollidiert, bleibt die Frage, wer in diesem Albtraum überhaupt noch zu retten ist.

Darum geht’s in Return to Castle Wolfenstein

Im Zentrum steht B.J. Blazkowicz, der in einem alternativen Zweiten Weltkrieg auf ein Geheimprojekt stößt, das Militärtechnik, Okkultismus und Monsterfantasie miteinander verschmilzt. Statt realistischer Kriegsdarstellung setzt das Spiel auf eine Mischung aus Agentenmission, Horror-Action und überdrehter Pulp-Ästhetik.

Genau darin liegt bis heute sein besonderer Reiz. Return to Castle Wolfenstein wirkt wie ein Shooter, der klassische Kriegsbilder mit düsteren Labyrinthen, Experimenten und untoter Bedrohung kreuzt. Das Spiel nimmt die historische Kulisse als Ausgangspunkt, biegt dann aber konsequent ins Fantastische und Unheimliche ab. Das Ergebnis ist ein Titel, der nicht nur nostalgisch funktioniert, sondern als Genre-Hybrid immer noch auffällig eigenständig wirkt.

Diese Filme und Spiele wurden 2026 aus dem Index gestrichen

Zu den bekanntesten Titeln der aktuellen Bekanntmachung zählen Bad Taste, mehrere Fassungen von Day of the Dead beziehungsweise Zombie 2 – Das letzte Kapitel sowie Return to Castle Wolfenstein in mehreren Versionen. Daneben umfasst die Liste weitere Filmfassungen und ältere Genre-Veröffentlichungen, die heute vor allem für Sammler und Archivare interessant sein dürften.

Die eigentliche Pointe dieser Meldung ist jedoch eine andere: Was einst als besonders provokant, hart oder problematisch galt, erscheint Jahrzehnte später oft in einem neuen Licht. Manche Titel bleiben unbequem, andere wirken heute eher wie rohe Zeitkapseln aus einer anderen Medienära. Gerade deshalb liest sich die aktuelle Liste nicht wie staubige Verwaltung, sondern fast wie ein kleines Best-of aus Splatterkeller, Videothekenmythos und 2000er-Shooter-Nostalgie.

Filme

  • Bad Taste (DVD)
  • Bad Taste neuseeländische Fassung (Videofilm)
  • City Wolf (Videofilm)
  • Day of the Dead (DVD)
  • Day of the Dead (englisch, Videofilm)
  • Day of the Dead (englisch, DVD)
  • Day of the Dead (BluRay)
  • Day of the Dead (englische Fassung mit japanischem Untertitel, Videofilm)
  • Day of the Dead (Zombie 2 – Das letzte Kapitel, Laser-Disc)
  • Day of the Dead – Premium Edition (DVD)
  • George A. Romero’s Zombie 2 – Day of the Dead (BluRay)
  • Red Heat – Unschuld in Ketten (Videofilm)
  • Zombie 2 – Das letzte Kapitel (Videofilm)
  • Zombie – Ölüm Günü (türkisch, Videofilm)
  • Zombie – We are going to eat you! (BluRay)
  • Bad Taste (Videofilm)
  • Fickinger, Die – und ihre lüsternen Freunde (Videofilm)
  • Hitman’s Run (Videofilm)
  • Kiss – I Summer (Videofilm)
  • Schwanz im Glück und Cinderella im Fotzenland (Videofilm)

Spiele

  • Return to Castle Wolfenstein (PC-CD-ROM)
  • Return to Castle Wolfenstein (PC-CD-ROM, deutsche Version)
  • Return to Castle Wolfenstein – Operation Ressurection (Playstation 2, englische Version)
  • Return to Castle Wolfenstein – Tides to War (Xbox, UK-Version)