Sommerloch? Nicht für Horror-Fans. Eli Roth schickt nach Thanksgiving seinen nächsten Albtraum ins Kino – und diesmal kommt der Schrecken mit Eiswagen, Glöckchen und einer Prämisse, die sofort hängen bleibt. Ice Cream Man soll am 7. August 2026 in einigen nordamerikanischen Kinos anlaufen. Noch spannender für deutsche Genrefans: Aktuelle Einträge auf hiesigen Filmseiten deuten darauf hin, dass der Film hierzulande bereits am 6. August 2026 starten könnte.
Hinter dem Projekt steckt Roths eigenes Genre-Label The Horror Section, das mit Ice Cream Man einen seiner wichtigsten Kinotitel auf die Strecke bringt. Das allein macht den Film relevant. Roth gehört seit Jahren zu den bekanntesten Namen des modernen Horrorkinos – ob Cabin Fever, Hostel oder zuletzt Thanksgiving: Seine Filme setzen selten auf Zurückhaltung, sondern auf maximale Wirkung, praktischen Horror und den Spaß daran, sichere Bilder in etwas Unangenehmes kippen zu lassen.
Umso spannender ist, dass Ice Cream Man schon jetzt wie ein Sommer-Slasher mit Event-Potenzial wirkt. Statt düsterer Keller, Spukhäuser oder Found-Footage-Wackelkamera setzt Roth offenbar auf grelles Tageslicht, Vorstadtidylle und das Unheimliche mitten im Vertrauten. Genau diese Mischung klingt nach einem Stoff, der irgendwo zwischen klassischem Slasher, makabrer Horror-Satire und bösem Americana-Albtraum landen dürfte.
Darum geht’s in Ice Cream Man
Die Prämisse ist ebenso simpel wie effektiv: Eine idyllische Sommerstadt verfällt dem Wahnsinn, als ein Eisverkäufer Kindern süße Leckereien serviert – mit erschreckenden Folgen. Viel mehr wird offiziell noch nicht verraten, und genau das macht das Projekt gerade so reizvoll. Die Ausgangslage ist sofort verständlich, das Bild stark, der Ton unangenehm klar: Etwas Harmloses wird zur Bedrohung.
Im Zentrum steht ein Mann, der eigentlich für unbeschwerte Kindheitserinnerungen stehen müsste – und gerade deshalb umso verstörender wirkt. Die offene Frage ist nicht nur, was genau hinter den „Treats“ steckt, sondern wie schnell eine ganze Kleinstadt kippt, wenn das Grauen dort auftaucht, wo es niemand vermutet.
Cast, Regie und warum Horror-Fans genauer hinsehen sollten
In der Hauptrolle ist Ari Millen zu sehen, vielen vor allem aus der Sci-Fi-Serie Orphan Black bekannt. Genre-Fans dürften ihn außerdem aus dem schwarzhumorigen Horrorfilm Vicious Fun kennen. Zum Ensemble gehören unter anderem Benjamin Byron Davis, Karen Cliche, Dylan Hawco, Sarah Abbott, Kiori Mirza Waldman, Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly und Charlie Storey. Auch Eli Roth selbst soll vor der Kamera auftauchen.
Hinter den Kulissen wirkt das Team ebenfalls alles andere als beliebig. Die Musik stammt von Brandon Roberts, der unter anderem für Free Solo ausgezeichnet wurde. Zusätzliche Beiträge von Snoop Dogg geben dem Projekt einen ungewöhnlichen Popkultur-Twist. Für die praktischen Effekte sind Steve Newburn und Oscar-Preisträger Adrien Morot verantwortlich, der für The Whale ausgezeichnet wurde. Produziert wird der Film unter anderem von Roth, Kate Harrison und Christopher Woodrow. Auch Rap-Legende Nas ist als Executive Producer beteiligt.
Kinostart in Deutschland: Das ist der aktuelle Stand
Der nordamerikanische Starttermin steht mit dem 7. August 2026 bereits fest. Für Deutschland wird derzeit auf mehreren Film- und Kinoportalen der 6. August 2026 geführt. Eine endgültige, breit kommunizierte Bestätigung eines deutschen Starttermins steht zwar noch aus, doch die Häufung identischer Einträge spricht dafür, dass genau dieses Datum aktuell der wahrscheinlichste Termin ist.
Als deutscher Verleih wird in den entsprechenden Listings StudioCanal genannt. Das passt auch zum bisherigen internationalen Rechtehandel rund um den Film. Für deutsche Horror-Fans sieht es also stark danach aus, dass Ice Cream Man praktisch zeitgleich – womöglich sogar einen Tag früher – in die Kinos kommt als in Nordamerika.