
Was, wenn ein Spiel grausame Wirklichkeit wird? Milliardär Ken Castle (Michael C. Hall) ist Erfinder von Slayers, einem perfiden Online-Game, in dem zum Tode Verurteilte zu realen Spielfiguren werden. In riesigen Wettkampfzonen treten sie als moderne Gladiatoren auf Leben und Tod an. Von Spielern fremdgesteuert, kämpfen sie gegen ihren Willen und ohne Kontrolle über das, was sie tun. Kable (Gerard Butler) ist unangefochtener Held dieser Cyber-Arena. Von dem Teenager Simon kontrolliert und von Millionen von Zuschauern weltweit live verfolgt, hat er das tödliche Spiel am längsten überlebt. Doch um sein Leben und auch das seiner Frau Angie (Amber Valletta) und seiner Tochter zu retten, muss er Castles Spiel entkommen. Als die Untergrundbewegung Humanz zu Kable Kontakt aufnimmt, scheint es endlich einen Ausweg aus dieser Hölle zu geben.
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Gamer ist kein Film für nebenbei. Hier geht es um ein düsteres Zukunftsszenario, in dem Unterhaltung und Kontrolle auf verstörende Weise verschmelzen. Im Zentrum steht Gerard Butler als Kämpfer in einem System, das Menschen zu Spielfiguren macht - und genau daraus zieht der Film seinen nervösen, bissigen Reiz. Wer auf kompromisslose Action, grelle Zukunftsvisionen und eine ordentliche Portion Zynismus steht, bekommt hier einen Titel, der lange im Kopf bleibt.
Besonders spannend ist die Mischung aus digitaler Oberflächenhärte und handfester Gewalt. Gamer klingt nach Hochglanz, liefert aber vor allem dystopische Abgründe, Tempo und eine klare Kante. Der Film stammt von den Machern von Crank, und das merkt man: Das Ganze wirkt ruppig, laut und bewusst überdreht, ohne den satirischen Unterton zu verlieren.
Im Steelbook bekommt der Film zusätzlich einen attraktiven Sammelcharakter. Für Fans von Gerard Butler, dystopischer Action und markanten Genre-Titeln ist diese Blu-ray ein reizvoller Griff - vor allem, wenn du Filme wie Death Race, Running Man oder Surrogates magst.