
POSSE
Die Rache des Jessie Lee
FSK 16
neu und eingeschweißt
106 min
uncut
deutsche Sprache
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Sie sind Gesetzlose - eine Bande von Outlaws - die Posse. Ihr Anführer ist der legendäre Scharfschütze Jessie Lee (Mario van Peebles). Als Deserteure des spanisch-amerikanischen Krieges auf Kuba steckbrieflich gesucht, reiten sie weiter gen Westen. Ihre Beute ist eine Kiste Gold, auf die es ihr Verfolger, der skrupellose und tyrannische Colonel Graham (Billy Zane) ursprünglich abgesehen hatte. Die nächste Station ihrer Rache ist die, von schwarzen Siedlern gegründete Grenzstadt Freemanville. Jessie Lee hat dort noch eine Rechnung offen, und er hat fünf goldene Patronen, mit denen er sie begleichen will. Sein Vater wurde einst von Sheriff Bates und den weißen Siedlern aus dem benachbarten Cutter's Town brutal ermordet. Nun haben die Täter es auf Freemanville abgesehen, denn dorthin kommt die Eisenbahn und mit ihr der Reichtum. Es beginnt der härteste Showdown in der Ära des wilden Westens.
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Posse - Die Rache des Jessie Lee ist kein klassischer Western von der Stange, sondern ein Film mit Haltung, Tempo und deutlich mehr Druck als viele Genrevertreter seiner Zeit. Mario Van Peebles inszeniert hier einen rauen, selbstbewussten Ritt durch den Wilden Westen, der nicht nur mit Revolvern, sondern auch mit klarer Gegenhaltung überzeugt. Wer Western mit Ecken, Charakter und politischer Schärfe schätzt, dürfte hier genau richtig liegen.
Besonders reizvoll ist die Mischung aus Action, Rachemotiv und Ensemble-Dynamik. Stephen Baldwin und Billy Zane bringen zusätzliche Zugkraft ins Spiel, während der Film seine eigene Sicht auf den Mythos Westen entwickelt. Statt sauberer Heldenromantik gibt es Konflikte, harte Fronten und eine Atmosphäre, die konsequent auf Spannung setzt.
Für Sammler und Genrefans ist Posse vor allem deshalb spannend, weil der Film heute noch einen besonderen Platz zwischen klassischem Western und modernerem, bewusstem Gegenentwurf einnimmt. Wer Titel wie Die glorreichen Sieben, Silverado oder Tombstone mag, sollte auch diesen Film auf dem Schirm haben.
Gerade in der uncut-Fassung gewinnt der Titel zusätzlich an Reiz - ein Stück Westernkino, das nicht glattbügeln will, sondern im Gedächtnis bleibt.