
... zu allem Toten, Verrotteten und ähnlichem. Der Mann rezitiert gerne morbide Gedichte, und so ist es nur logisch, daß die beiden irgendwann auf die Idee kommen, eine Nacht auf dem Friedhof zu verbringen. Eingeschlossen in einer Gruft, erleben sie eine Nacht, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen wird . . .
Tonformat: deutsch
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Wenn du auf europäische Horror-Perlen mit eigenwilliger Atmosphäre stehst, ist Friedhof der toten Seelen genau so ein Titel, der hängen bleibt. Der Film stammt von Jean Rollin, einem Namen, der für poetischen, morbiden und oft traumähnlichen Horror steht - fernab vom lauten Mainstream, dafür umso markanter für Fans des ungewöhnlichen Genrefilms.
La Rose de fer entfaltet seine Wirkung nicht über Schockeffekte, sondern über Stimmung. Einsame Orte, unheimliche Bilder und dieses typische Rollin-Gefühl zwischen Melancholie und Verfall machen den Reiz aus. Der Film wirkt wie ein düsterer Spaziergang durch einen Albtraum, der eher unter die Haut kriecht als frontal anzugreifen. Genau das macht ihn für Liebhaber des klassischen Euro-Horrors so spannend.
Für Sammler ist vor allem die Jean Rollin Collection interessant, denn solche Veröffentlichungen sprechen gezielt Fans von kultigen, schwer greifbaren Genretiteln an. Friedhof der toten Seelen hat das Potenzial, nicht nur wegen seines Namens, sondern auch wegen seiner besonderen Handschrift im Regal hervorzustechen.
Wer Horror mit Atmosphäre, Kultfaktor und französischer Genrekultur sucht, dürfte hier fündig werden.