
Ein Ex-Priester auf blutiger Mission: Mathis Vogel (Jess Franco), einst Mann Gottes, nun Journalist fürein Erotikmagazin, glaubt, im Namen des Herrn sündige Frauen von ihren Lastern erlösen zu müssen – durch Tod! Zwischen schwarzen Messen, Fesselspielen und bizarren Bestrafungsritualen entspinnt sich ein düsterer Albtraum aus Sex, Gewalt und religiösem Wahn. Jess Franco, das enfant terrible des europäischen Exploitation-Kinos, schuf mit Nackte Haut und schwarzes Leder (auch bekannt als Demoniac, Exorcism u. v. a.) eines seiner persönlichsten und kontroversesten Werke. Der Film – zwischen Sexploitation, Splatter und blasphemischer Abrechnung mit der Kirche – bleibt ein Paradebeispiel für Francos skandalös-genialen Stil. * Bonusmaterial: 4 verschiedene Cuts, Kinotrailer, Interview, Alternative Vor- und Abspänne u. v. m
Originalgröße hier
|
Exorcisme ist genau die Art von Horrorfilm, die sich tief in die Nische des europäischen Kultkinos gräbt: provokant, düster und mit jener Mischung aus Erotik und Okkultismus, für die Jesús Franco berüchtigt ist. Wer sich auf diesen Titel einlässt, bekommt keinen gefälligen Mainstream-Schocker, sondern einen verstörenden Grenzgänger zwischen Besessenheits-Horror und sinnlicher Obsession.
Im Zentrum steht eine Atmosphäre, die weniger auf klassische Schocks als auf morbide Reize und hypnotische Spannung setzt. Gerade diese eigenwillige Handschrift macht den Film für Genre-Fans so interessant: Exorcisme wirkt wie ein Fiebertraum aus Verführung, Gewalt und religiöser Dunkelheit. Das ist kein sauber polierter Exorzismus-Horror, sondern ein Werk mit Ecken, Reibung und Kultpotenzial.
Für Sammler ist diese Blu-ray vor allem deshalb spannend, weil hier ein notorisch kontroverser Franco-Titel in einer besonders sammelwürdigen Mediabook-Edition auftaucht. Der Zusatz Cover B - 333er Edition macht das Ganze zusätzlich reizvoll für alle, die limitierte Varianten und alternative Cover gezielt sammeln. Wer Trash-Kino mit Stil, erotische Horrorstoffe und italienisch-spanische Exploitation-Ästhetik schätzt, dürfte an Exorcisme kaum vorbeikommen.