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Kurt Russells Kultfilm kehrt zurück: "Die Klapperschlange" bekommt offiziell ein Reboot

StudioCanal bringt "Die Klapperschlange" zurück: Das Reboot des Carpenter-Kultfilms ist offiziell angekündigt. Noch gibt es weder Cast noch Starttermin, doch schon jetzt ist klar, warum die Rückkehr von Snake Plissken für Genrefans deutlich mehr ist als bloße Nostalgie.

Die Klapperschlange: Kultfilm-Reboot offiziell angekündigt

Es klappert wieder ;)

Snake Plissken soll wieder auf die Leinwand zurückkriechen: StudioCanal hat bei der CinemaCon 2026 offiziell angekündigt, „Die Klapperschlange“ neu aufzulegen. Für Genrefans ist das mehr als eine weitere Recycling-Meldung aus der Franchise-Mühle, denn John Carpenters düsterer Zukunfts-Trip gehört bis heute zu den stilprägenden Action-Dystopien des Kinos – roh, zynisch und mit einer Hauptfigur, die cooler war als fast alles, was in den 80ern sonst über die Leinwand lief.

Ein Kultfilm mit langer Schattenwirkung

Der Bezugspunkt ist klar: Das Original „Escape from New York“ von 1981 machte Kurt Russell als Snake Plissken zur Kultfigur und festigte John Carpenters Ruf als Genre-Master nach „Halloween“. Carpenter lieferte später mit „The Thing“ gleich noch einen weiteren Klassiker nach, während Russell nicht nur in „The Thing“, sondern auch in Filmen wie „Big Trouble in Little China“ oder „Tombstone“ zur festen Größe des Action- und Fantastikkinos wurde. 1996 folgte mit „Escape from L.A.“ die Fortsetzung – deutlich schräger, deutlich campiger und bis heute umstritten, aber eben längst Teil des Mythos.

Wer hinter dem neuen Projekt steckt

Spannend ist vor allem, wer gerade nicht fest an Bord ist. Einen bestätigten Regisseur, Drehbuchautor oder Cast gibt es bislang noch nicht. Dabei hat das Projekt bereits einige prominente Entwicklungsschleifen hinter sich: 2017 war Robert Rodriguez als Regisseur im Gespräch, 2019 sollte Leigh Whannell – der Mann hinter „Upgrade“ und „The Invisible Man“ – ein neues Skript schreiben. 2022 übernahm dann Radio Silence, also das Team hinter „Ready or Not“, „Scream“, „Scream VI“ und „Abigail“. Damals war sogar eher von einer Fortführung als von einem klassischen Remake die Rede. 2024 stiegen die Filmemacher allerdings wieder aus. Jetzt startet der Stoff offenbar unter StudioCanal erneut durch.

Warum das Reboot plötzlich wieder spannend ist

Genau darin steckt auch der Reiz: „Die Klapperschlange“ ist kein Stoff, der mit Hochglanz allein funktioniert. Das Besondere war immer diese dreckige Endzeit-Energie, irgendwo zwischen Gefängnisfilm, Action-Albtraum und bitterer Polit-Satire. Ein neues Kino-Publikum, sozialisiert mit Filmen wie „Dredd“ oder Serien, die Zukunftswelten wieder konsequent grimy und unfreundlich erzählen, dürfte für so eine Rückkehr deutlich empfänglicher sein als noch vor ein paar Jahren. Umso wichtiger wird die kreative Handschrift. StudioCanal arbeitet seit Jahren eng mit The Picture Company von Andrew Rona und Alex Heineman zusammen – ein Produzenten-Duo, das sich im Action- und Genrefach bestens auskennt.

Darum geht’s in „Die Klapperschlange“

Im Original wird Manhattan in einer nahen Zukunft zum riesigen Hochsicherheitsgefängnis. Als das Flugzeug des US-Präsidenten mitten in diesem abgeriegelten Albtraum abstürzt, schickt der Staat ausgerechnet einen Sträfling hinein: Snake Plissken, Ex-Soldat, Ein-Mann-Armee, zynischer Überlebenskünstler. Der Deal ist so simpel wie tödlich – rette den Präsidenten, dann winkt die Freiheit. Zwischen Straßengangs, Ruinen und einem System, das seine eigenen Monster geschaffen hat, beginnt ein Himmelfahrtskommando, bei dem von Anfang an klar ist: Hier geht es nicht um Heldentum, sondern ums nackte Durchkommen.

Die größte Herausforderung des Reboots

Die größte Herausforderung des Reboots dürfte deshalb nicht das Worldbuilding sein, sondern die Neubesetzung von Snake. Kurt Russells Version war kein geschniegelt geschriebener Franchise-Held, sondern ein abgehalfterter Wolf mit Augenklappe, trockenem Sarkasmus und maximaler Verachtung für Autoritäten. So eine Figur lässt sich nicht einfach neu lackieren. Und genau deshalb hat der Stoff Potenzial: Wenn Hollywood hier nicht auf Sicherheit spielt, könnte aus dem Reboot ein erfreulich rauer Gegenentwurf zum üblichen Blockbuster-Einerlei werden.

Wie es jetzt weitergeht

Ein Starttermin steht noch nicht fest, und auch bei der Besetzung herrscht weiter Funkstille. Aber schon die offizielle Reaktivierung ist ein Signal: StudioCanal gräbt nicht irgendeinen alten Titel aus, sondern einen der einflussreichsten Kult-Actionfilme seiner Ära. Parallel wurde bei der CinemaCon auch ein neuer „The Howling“-Anlauf genannt – das Genre-Regal wird also gerade hörbar aufgeräumt. Für Fans von Carpenter, dystopischer Science-Fiction und ungebügelten Antihelden ist das eine Meldung, die man im Auge behalten sollte.