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Wolf Creek ist kein Film für schwache Nerven, sondern ein beinharter Vertreter des modernen Horror-Kinos, der seine Spannung aus Beklemmung, Isolation und dem Gefühl absoluter Ausweglosigkeit zieht. Wer auf Geschichten steht, in denen aus einem harmlosen Trip ein Albtraum wird, bekommt hier genau das: knallhart, atmosphärisch und unangenehm intensiv.
Im Mittelpunkt steht ein Trip durch das australische Outback - und genau dieser endlose, scheinbar verlassene Raum macht den Reiz des Films aus. Die Weite wirkt nicht befreiend, sondern bedrohlich. Aus der Dunkelheit, der Hitze und der Einsamkeit entwickelt sich ein Horror, der lange nachwirkt, weil er so glaubwürdig erscheint. John Jarratt sorgt dabei als unheimliche Figur für einen starken, kultigen Gegenspieler, der dem Film seinen bleibenden Schrecken verleiht.
Für Genre-Fans ist Wolf Creek ein Titel mit hohem Wiedererkennungswert - rau, kompromisslos und deutlich näher an Backwood-Horror und Survival-Schockern als an klassischem Popcorn-Grusel. Gerade wer Filme wie The Texas Chain Saw Massacre oder Deliverance schätzt, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Ein markanter, intensiver Horrorfilm mit echtem Kultpotenzial.