
Im 18.Jahrhundert wird in Paris Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) mit einer sensorischen Anomalie geboren: er hat keinen Eigengeruch wie jeder andere Mensch, weswegen er von seiner Umwelt abgelehnt, ja praktisch gehaßt wird. Allerdings hat er im Umkehrschluß auch ein besonderes Talent: er besitzt einen Geruchssinn, den sonst niemand auf dem Planeten vorweisen kann. Mit ungewohnter Zähigkeit und Gleichmut, allerdings auch ohne Zugang zu menschlichen Gefühlen oder einer entsprechenden Moral übersteht er alle Widrigkeiten des Lebens, bis er schließlich bei dem berühmten Parfümeur Guiseppe Baldini (Dustin Hoffman) in die Lehre geht, der sich von Grenouilles Fähigkeit, jede Zutat eines Parfüms durch Riechen zu erkennen und sie blind zu mischen und zu verfeinern, großen Erfolg verspricht.
Daß Grenouille bereits einen Mord begangen hat, ahnt niemand, doch der Lehrling hat große Ziele: er will den wunderbarsten Duft der Welt herstellen und findet dafür auch die passende Blume, Laure (Rachel Hurd-Wood), die Tochter eines reichen Mannes (Alan Rickman). Plötzlich kommt es in seiner Umgebung zu einer Reihe von Todesfällen unter jungen, hübschen Mädchen...
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Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders ist ein Film, der sich nicht mit bloßer Spannung zufriedengibt. Diese Verfilmung des weltberühmten Romans von Patrick Süskind zieht dich in eine Welt aus Gestank, Obsession und Faszination, in der aus einem außergewöhnlichen Talent eine tödliche Besessenheit wird. Wer düstere Krimis und psychologisch aufgeladene Thriller mag, findet hier einen Stoff, der noch lange nachwirkt.
Im Zentrum steht Jean-Baptiste Grenouille, gespielt von Ben Whishaw - eine Figur, die zugleich verstört und fesselt. Seine Gabe für Gerüche macht ihn zu einem Außenseiter, dessen Suche nach dem perfekten Duft immer mehr in einen verstörenden Strudel kippt. Genau diese Mischung aus kühler Eleganz, historischem Flair und bedrohlicher Intensität macht den Reiz von Das Parfum aus.
Auch die Besetzung mit Dustin Hoffman, Alan Rickman und Rachel Hurd-Wood unterstreicht den besonderen Anspruch des Films. Die Inszenierung dürfte vor allem Zuschauer ansprechen, die atmosphärische Literaturadaptionen wie Sweeney Todd oder andere finstere Stoffe mit starkem Eigenleben schätzen.
Für Sammler und Heimkino-Fans bleibt dieser Titel besonders interessant, weil er zu den markanten deutschen Großproduktionen gehört, die Bildsprache, Mythos und Genre-Elemente überzeugend verbinden.