
Der italienische Regisseur Dario Germani schafft Überraschendes. Mit seinem extrem harten und kontroversen Splatterfilm gelingt ihm die grandiose Neuauflage eines der berüchtigtsten und bis vor kurzem beschlagnahmten Klassikers aus dem Land des Horrors: ANTHROPOPHAGUS (aka MAN_EATER - DER MENSCHENFRESSER). Über 40 Jahre nach dem Kultfilm von 1980 ist der Menschenfresser zurück und wartet in den dunklen Tiefen eines alten Atombunkers auf neue Opfer. Diese kommen in Form bildhübscher Studentinnen, deren Exkursion im tödlichen Chaos endet. Es gibt Blut und Gedärm, Folter und Lärm. Kreischende Girls und eine Ungeborenen-Szene. Hier wird gnadenlos in Nahaufnahme eine Zunge abgeschnitten, ein Auge entapfelt oder ein Gesicht gehäutet. All das, was das moderne Splatterherz begehrt und spätestens seit THE SADNESS und TERRIFIER wieder en vogue ist. Die Jagd nach neuem Fleisch begleiten immer wieder auftauchende Giallo-Elemente. Stilgerecht mit einem fantastischen Soundtrack untermalt, der zeitweise an Argentos Hausband GOBLIN erinnert. Mahlzeit!
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Wenn du auf derben Survival-Horror mit maximalem Ekel- und Spannungsfaktor stehst, dürfte Man-Eater - Der Menschenfresser ist zurück genau in dein Beuteschema passen. Schon der Titel macht klar, wohin die Reise geht: Hier wartet kein subtiler Schocker, sondern ein Film, der auf unmittelbare Bedrohung, Jagdinstinkt und nackte Panik setzt. Das klingt nach einem Stoff, der die Grenzen zwischen Opfer und Jäger gnadenlos verschiebt.
Gerade als Uncut-Fassung gewinnt der Film für Genrefans zusätzlich an Reiz. Wer Horror nicht geschniegelt, sondern roh und kompromisslos bevorzugt, findet hier vermutlich genau die Art von Film, die im Gedächtnis bleibt - nicht wegen feiner Zwischentöne, sondern wegen ihrer ungemütlichen Wucht. Der Fokus liegt klar auf Fleisch, Angst und dem gnadenlosen Überleben gegen eine Bedrohung, die immer näher kommt.
Für Sammler von Blu-ray-Horror ist so ein Titel vor allem deshalb spannend, weil er sich an Freunde harter Genreware richtet, die keine halben Sachen wollen. Man-Eater klingt nach einem Film für den späten Abend - laut, brutal und mit kultigem B-Movie-Charme, wie ihn Fans von kompromisslosen Kannibalen- und Monsterstoffen lieben.